Ein Bild zu beschreiben, ist selbst für Muttersprachler schwer. Wie soll ich jemandem etwas erklären, was ich sehen kann, aber der andere nicht. Doch genau das ist ein wesentlicher Grund, warum Sprachen überhaupt entstanden sind. Es geht darum, etwas beschreiben zu können, was man nicht sehen kann und Informationen unabhängig von Ort und Zeit zu miteinander auszutauschen.

Die erste Grundlage zur Bildbeschreibung ist die Aufteilung eines Bildes. Wo befindet sich etwas? Oben, unten, rechts, links oder in der Mitte. Links oben oder rechts unten. Jedes Bild hat außerdem einen Vordergrund und einen Hintergrund. Beschreiben kann man auch Bildelemente wie Landschaftsformen (Berg, Wald, Fluss, See, Meer), Lebewesen (Mensch, Tier) und Architektur (Haus, Kirche, Schloss, Burg, Schule). Helfen können mitunter auch geometrische Formen (Kreis, Dreieck, Viereck, Kugel, Würfel, Pyramide). Auch die Dimensionen der Bildobjekte können weiterhelfen (kurz, lang, groß, klein).

Doch das alles sind nur grobe Orientierungen, denn jeder Menschen hat andere Bilder und Vorstellungen im Kopf, wenn man ihm solche allgemeinen Beschreibungen gibt. Präzisieren kann man seine Aussagen, wenn man Koordinationen dazunimmt. Dazu muss man ein Bild gedanklich in Teilen (obere Hälfte, untere Hälfte, im Viertel unten rechts). Außerdem sind Vergleiche möglich: „Das Boot ist auf dem Bild größer als das Haus.“