Deutsche Geschichte

Wer Deutschland und die Deutschen verstehen will, muss ihre Geschichte kennen. Die ganze Geschichte kann hier natürlich nicht erzählt werden, doch wichtige Daten wurden zusammengetragen. Zentrale Daten der deutschen Geschichte sind rückwärts chronologisch, also von der Gegenwart in die Vergangenheit, zusammengestellt.

2020 - Die deutsche Bundesregierung schränkt die Grundrechte der Deutschen massiv ein und begründet das mit dem Kampf gegen das Corona-Virus COVID-19.

2019 - Die Linke Sahra Wagenknecht ist Deutschlands populärste Politikerin.

2015 - Deutschland öffnet die Grenzen für Menschen aus aller Welt und löst damit einen gewaltigen Einwanderungsstrom aus.

2002/2003 - Deutschland bekommt die Hartz-Gesetze ("Agenda 2010" - Agenda Zwanzig-Zehn). Mit den Gesetzen wird das Arbeitsvolk massiv unter Druck gesetzt. Die Sozialdemokraten haben die Gesetze zu verantworten und verraten damit erneut ihre Wählerschaft. Die Hartz-Gesetze markieren den Anfang des schleichenden Niedergangs der SPD.

1999 - Nur zehn Jahre nach dem vermeintlichen Ende des „Kalten Krieges“ beteiligt sich Deutschland erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) an einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg und beteiligt sich an Bombardements gegen Serbien.

1991 - Der Deutsche Bundestag beschließt, dass Berlin wieder die Hauptstadt des vereinten Deutschland ist. Hauptstadt des deutschen Weststaates (BRD) war bis dahin Bonn, die Geburtsstadt des Komponisten Ludwig von Beethoven.

1990 - Die beiden deutschen Staaten werden offiziell "wiedereinigt". Die DDR hat kapituliert und tritt der BRD als Bund neuer Länder bei. Es gibt keine neue Verfassung. Eine beispiellose Privatisierung wird durch die Treuhandgesellschaft massiv vorangetrieben. Am Ende bleiben Milliarden Schulden, Millionen Arbeitslose und der Leerstand, die Plünderung und der Verfall zahlreicher historischer Industrieanlagen.

1989 - Anfang November öffnet die DDR die Grenze zur BRD für alle DDR-Bürger. Der Schritt geht als „Mauerfall“ in die Geschichte ein.

1987 - US-Präsident Ronald Reagan besucht West-Berlin und appelliert in einer Rede unweit des Brandenburger Tores an Michael Gorbatschow, Staatschef der Sowjetunion: „Mister Gorbatshov: Open this gate. Mister Gorbatshov: Tear down this wall.“ (Herr Gorbatschow: Öffnen Sie dieses Tor. Herr Gorbatschow: Reißen Sie diese Mauer nieder.“)

1983 - Die DDR nimmt ausgerechnet vom alten Erzfeind Franz Josef Strauß (CSU, „Bonner Ultra“) einen Milliardenkredit entgegen. Die DDR unter Staatschef Erich Honecker ist in einer prikären wirtschaftlichen Lage.

1968 - In Deutschland revoltieren die westdeutschen Studenten gegen den Polizeistaat, die geistige Verdrängung des NS-Regimes und gegen den imperialistischen Krieg gegen Vietnam.

1963 - In Frankfurt am Main beginnen die Auschwitz-Prozesse gegen Schergen des Nazi-Regimes. Das Konzentrationslager Auschwitz steht dabei als bekanntestes Sinnbild der systematischen Vernichtung geächteter Menschen (insbesondere Juden und Kommunisten).

1961 - Am 13. August sperrt die DDR die Grenze zu West-Berlin, zieht Stacheldraht und beginnt mit dem Bau einer Mauer. Sie reagiert damit auf subversive Kräfte und die anhaltend hohen Verluste an Menschen. Sowjetunion und USA sehen die Aktion als effektivste Methode, die anhaltenden Spannungen zwischen beiden deutschen Staaten zu beenden.

1953 - Arbeiter in vielen Schlüsselbetrieben der DDR erheben sich: Die Arbeitsnormen sind zu hoch, die Bezahlung ist zu schlecht, die Politik der Kommunisten ist umstritten. Mit dem Tod von Josef Stalin endet auch für die DDR eine Ära. Die prosowjetische Propaganda bringt auch Kinder der DDR dazu, den lieben "Onkel Stalin" zu beweinen.

1949 - Deutschland zerfällt endgültig in zwei Teile: eine kapitalistische Hemisphäre im Westen und ein sozialistisches Gebiet im Osten. Zwei deutsche Staaten entstehen: BRD und DDR.

1945 - Im Mai schweigen in Europa die Waffen nach fast sechs Jahren Krieg. Das Deutsche Reich ist geschlagen, das nationalsozialistische Regime kapituliert. Deutschland liegt vor allem durch die gezielte Zerstörung der deutschen Städte und Kultur („Moral Bombing“) der Engländer in Trümmern. Die vier Siegermächte Sowjetunion, USA, Frankreich und England teilen Deutschland in vier Zonen. Im November beginnen in Nürnberg, der ehemaligen "Hauptstadt" der NS-Bewegung, beginnen die "Nürnberger Prozesse" gegen die Hauptkriegsverbrecher. Inzwischen halten die Flucht und Vertreibung der Deutschen den okkupierten Reichsgebieten östlich von Oder und Neiße an.

1942/43 - In der blutigsten Schlacht des Zweiten Weltkriegs, der Schlacht um Stalingrad (Sowjetunion), erlebt die Deutsche Wehrmacht eine kriegsentscheidende Niederlage. Für das Nazi-Regime ist das der Anlass, das deutsche Volk zum "Totalen Krieg" aufzurufen.

1941 - Das Großdeutsche Reich überfällt die Sowjetunion. Für die Nazis ist es der Kampf gegen ein „jüdisch-bolschewistisches“ Regime, slawische „Untermenschen“ und "mongolische Horden". Am Ende des Rassen- und Größenwahns stehen 27 Millionen Sowjetmenschen und 6,3 Millionen tote Deutsche. Deutschland beschließt die „Endlösung der Judenfrage“. Das Ende der Juden Europas ist besiegelt.

1939 - Das Deutsche Reich greift Polen an. Der Zweite Weltkrieg beginnt.

1938 - Deutschland gliedert Österreich (die Ostmark) an das Deutsche Reich an.

1936 - Deutschland veranstaltet die Olympischen Spiele in Berlin.

1935 - Die Nürnberger Rassengesetze treten in Kraft. Es ist ein Blutgesetz gegen Juden. Fortan müssen alle Bürger einen "Arier-Nachweis" führen.

1933 - Adolf Hitler wird deutscher Reichskanzler. Die extremsten politischen Kräfte sind an der Macht und beginnen sofort damit, ihre Feinde, allen voran Kommunisten und Juden, erbarmungslose zu diskriminieren, zu verfolgen, zu verhaften, zu foltern, auszubeuten und zu vernichten.

1929 - Deutschland leidet massiv unter den Folgen der Weltwirtschaftskrise, die von den USA ausgeht.

1923 - Deutschland erlebt eine Hyperinflation. Der Wert der Reichsmark fällt stündlich. Am Ende haben die Deutschen Geldscheine mit Milliardenbeträgen in den Händen.

1919 - In Deutschland wird die Weimarer Republik, die erste deutsche Demokratie, ausgerufen. Durch das Diktat von Versailles, das dem Deutsche Reich als Verlierer des Ersten Weltkriegs (1914-1918) Reparationsleistungen unverschämten Ausmaßes auferlegt, steht die junge Republik von Anfang an unter keinem guten Stern.

1914 - Durch die dilettantische Außenpolitik Kaiser Wilhelms lässt sich Deutschland zum Zwei-Fronten-Krieg provozieren. Vier Jahre wird das Gemetzel andauern. Erstmals kommen Flugzeuge, Panzer und Giftgase zum Einsatz.

1910 - Das Deutsche Reich hat 65 Millionen Einwohner und ist zur größten Industriemacht Europas aufgestiegen. Die gesamtwirtschaftliche Führungsposition, bisher in der Hand von England, ist in greifbarer Nähe. Eifersüchteleien und wachsende Reibereien sind die Folge.

1871 - Das Deutsche Kaiserreich wird gegründet. Die jahrhundertelange Kleinstaaterei in Deutschland endet. Otto von Bismarck wird Reichskanzler. Seine kluge Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie seine eiserne Kanzlerschaft nebst diplomatischem Geschick verhalf Deutschland zu wachsender Anerkennung und wirtschaftlicher Stärke.

1858 - In Wietze (Niedersachsen) beginnt der industrielle Abbau von Erdöl in Deutschland - eine Weltpremiere.

1848 - Revolution in Deutschland. Das Bürgertum zwingt den Adel zu Zugeständnissen und die Kommunisten rütteln bereits an den Toren der Geschichte. Friedrich Engels und Karl Marx veröffentlichen „Das kommunistische Manifest“.

1838 - Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm beginnen, die bis heute größte Sammlung der deutschen Sprache anzulegen.

1815 - Nach dem Ende Napoleons vereinigen sich die Deutschen von Kroatien bis nach Dänemark und von Luxemburg bis nach Ostpreußen zum Deutschen Bund.

1806 - Preußen hat sich für ein Bündnis mit Russland entschieden, das den Einfluss Frankreichs schon zuvor zusammen mit England einzudämmen gedachte.

1805 - Nach der Krönung Napoleon Bonapartes zum Kaiser von Frankreich sind die Deutschen uneins, wie sie darauf reagieren sollen: Bayern, Württemberg und Baden schlugen sich auf die Seite des Franzosen.

1799 - Der Schriftsteller Friedrich Schiller vollendet sein Werk „Wallenstein“. Er verarbeitet darin den 30-jährigen Krieg (1618-1648).

1785 - Kant legt seine Schrift „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“ und präsentiert darin unter anderem den bis heute gern zitierten „kategorischen Imperativ“. „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

1781 - Der deutsche Philosoph Immanuel Kant veröffentlicht sein Werk „Kritik der reinen Vernunft“.

1772 - Johann Wolfgang von Goethe beginnt seine Arbeit am „Faust“, einem der bekanntesten Literaturstücke aus Deutschland.

1685 - Innerhalb eines Monats werden in Mitteldeutschland zwei große Komponisten geboren: Georg Friedrich Händel (Februar) und Johann Sebastian Bach (März).

1683 - Die Türken versuchen zum zweiten Mal, Wien zu erobern – und scheitern zum zweiten Mal. Die Deutschen schlagen die Heere des Osmanischen Reiches mit Hilfe der Polen.

1618-1648 - Deutschland versinkt nach anhaltenden religiösen Streitigkeiten im 30-jährigen Krieg. Ganze Landstriche werden entvölkert und verwüstet. Betroffen sind unter anderem Leipzig, Stettin und Breslau.

1534 - Der deutsche Reformator Martin Luther legt seine erste Version der vollständig ins Deutsche übersetzten Bibel vor.

1529 - Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation wird von den Osmanen (Türken) angegriffen und schlägt sie erfolgreich vor Wien.

1517 - Martin Luther schlägt seine 95 Thesen zur Reformation der katholischen Kirche an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg.

1450 - Das erste Deutsche Reich steht in voller Blüte. Wälder und Felder sind urbar gemacht, zahlreiche Städte entstanden und Wirtschaft und Kultur gut entwickelt.

1348 - Im Raum Aachen und im Raum Zwickau beginnen die Deutschen den Abbau von Steinkohle.

1096 - Die Kreuzzüge beginnen. Die deutsche Ritterschaft ist mit dabei. Vorgebliches Ziel: Das Grab von Jesus Christus von den Moslems befreien.

10. Jahrhundert - Im Harz, einem Gebirge mitten in Deutschland, entwickeln die Deutschen unter den Ottonen den Silber-Bergbau.

843 - Das „Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ entsteht. Es ist ein loser Zusammenschluss zahlreicher Fürstentümer im Zentrum Europas.

9 - Die Römer versuchen, weiter nach Germanien einzudringen und werden von Arminius, dem Cherusker, vernichtend geschlagen. Bereits seit dem Jahre 12 vor Beginn der Zeitrechnung führten die Römer permanent Krieg gegen die Germanen.

letzte Aktualisierung: 02.02.2021