Eigenschaften von Verben

Verben sagen, was passiert. Verben sind Wörter der Tat (Tun-Wörter) und enden auf n, oft auch auf en. Es gibt starke und schwache Verben, regelmäßige und unregelmäßige Verben sowie trennbare und untrennbare Verben. Alle Verben sind konjugierbar. Die Konjugation folgt der Person (ich, du, er/sie/es, wir, ihr sie) und der Zeitform (Präsens für das Jetzt, Präteritum und Plusquamperfekt für das Vergangene, Futur für die Zukunft).

Verben sind Tätigkeitswörter. Das Verb ist ein zentraler Bestandteil des Satzes. Das deutsche Verb ist sehr flexibel und kann an vielen Stellen im Satz stehen. Das Verb kann mehrteilig sein. Während auch das mehrteilige Verb in vielen Sprachen an einer Stelle im Satz zu finden ist, muss man den deutschen Satz oft erst bis zum Ende hören oder lesen, um den zweiten Teil des Verbs zu kennen und zu verstehen, worum es überhaupt geht.

Das Verb ist der König im Satz. Trennbare Verben bereiten besondere Schwierigkeiten, weil die meisten ihrer Vorsilben (Präfixe) - zum Beispiel ab, aus, bei, durch, mit, unter, zu - wie Präpositionen aussehen. Dabei ist der Unterschied einfach: Präpositionen stehen immer vor dem Substantiv, abgetrennte Präfixe hingegen stehen am Ende des Satzes oder Teilsatzes nach dem Substantiv.

starke und schwache Verben

Starke Verben ändern ihren Wortstamm und enden im Partizip II auf "en". Zum Beispiel "gehen" (Wortstamm "geh"): gehen, ging, gegangen. Etwa 200 Verben sind starke Verben. Sie sind in der Minderheit bei den Verben, aber viele starke beziehungsweise unregelmäßige Verben werden sehr oft verwendet. Beispiele: sein, bleiben, werden, gehen, kommen, geben, nehmen, finden, tun.

Schwache Verben haben immer den gleichen Stamm. Beispiel: leben, lebte, gelebt / spielen, spielte, gespielt.

Viele Verben sind mehrdeutig. Das heißt: Der Infinitiv des Verbs sieht gleich aus, doch das Verb bedeutet in einem Fall etwas anderes als in einem anderen Fall. In einigen Fällen werden die Verben unterschiedlich konjugiert, je nachdem was sie bedeuten. Beispiel: bewegen. Bewegen kann "veranlassen" (to initiate) bedeuten (bewegen, bewog, bewogen) oder "die Position verändern" (to move) bedeuten (bewegen, bewegte, bewegt).

Zeitformen

Die einfache Zeitform ist das Präsens oder die Gegenwart. Sie sagt, was jetzt geschieht. Zum Beispiel: Ich gehe.

Das Präteritum ist die einfache Vergangenheit. Das Präteritum sagt, was war. Zum Beispiel: Ich war im Urlaub. Das Präteritum ist etwas allerdings literarisch und altertümlich. Die meisten Deutschen bevorzugen daher Perfekt, wenn sie über etwas Vergangenes sprechen. Zum Beispiel: Ich bin im Urlaub gewesen. (Hilfsverb sein oder haben + Vollverb im Partizip II)

Für Dinge in der Zukunft gibt es das Futur. Möglich ist jedoch auch, das Präsens mit dem Modalverb wollen zu kombinieren, womit eine Absicht für die Zukunft erklärt wird. Zum Beispiel: Ich werden nach Haus gehen. Ich will nach Hause gehen.

In der deutschen Sprache gibt es die Gegenwart und je zwei Formen der Vergangenheit und der Zukunft. Denkt man sich einen Zeitstrahl, dann befindet sich das Plusquamperfekt am weitesten in der Vergangenheit und das Futur II am weitesten in der Zukunft. So sieht der komplette Zeitstrahl aus: Plusquamperfekt / Präteritum / Perfekt / Präsens / Futur I / Futur II.

letzte Aktualisierung: 24.01.2021