Die deutsche Sprache kennt drei Geschlechter: männlich (maskulinum), weiblich (femininum) und sächlich (neutrum) oder bildlich gesprochen der Mann (er), die Frau (sie), das Kind (es).

Woran kann man das Geschlecht (männlich, weiblich, sächlich) des Substantivs erkennen? In der deutschen Sprache ist das nicht so einfach wie in anderen Sprachen. Deswegen fällt es vor allem vielen Nicht-Deutsche schwer, immer den richtigen Artikel (der, die, das) zu verwenden. Schwierig ist die Wahl des richtigen Artikels auch deswegen schwer, weil das gleiche Wort in der eigenen Sprache ein anderes Geschlecht hat.

Trotzdem gibt es einige Merkmale, an denen man das Geschlecht erkennen kann. Daraus ergeben sich folgende Regeln:

  1. Bei Personen und Berufen gilt: Das Geschlecht entspricht dem natürlichen Geschlecht.
  • der Mann (maskulin), die Frau (feminin)
  • der Bauer, die Bäuerin (Bei Berufen wird für weibliche Personen das Suffix -in angehängt.)
  1. Meistens männlich sind Wörter mit den Endungen -er, -en, -ig, -ling, -m.
    Das gilt auch für Fremdwörter mit den Endungen -ismus, -ist, -or.
  • der Lehrer, der Regen, der Honig, der Frühling, der Film
  • der Kapitalismus, der Geist (Achtung: die Frist), der Meteor
  1. Meistens weiblich sind Wörter mit den Endungen -e, -ei, -heit, -keit, -schaft, -ung.
    Das gilt auch für Fremdwörter mit den Endungen -ät, -enz, -ie, -ik, -ion, -ur.
  • die Sonne, die Polizei, die Freiheit, die Zärtlichkeit, die Wissenschaft, die Verwaltung
  • die Universität, die Intelligenz, die Chemie, die Physik, die Lektion, die Natur
  1. Wörter mit der Endung (Suffix) „chen“ und „lein“ sind sächlich.
  • das Mädchen, das Bäumchen, das Städtchen
  • das Vöglein, das Tischlein
  1. Sächlich sind meist auch Wörter mit den Endungen -ment, -nis, -tum, -um.
  • das Fundament, das Zeugnis (Achtung: die Finsternis), das Stadium, das Datum

Für fast alle Angaben zum Geschlecht gilt: Es gibt Ausnahmen, die den Regeln nicht entsprechen.