Groß- und Kleinschreibung

Im Laufe der Jahrhunderte haben Deutschlands Sprachhüter die Regeln immer weiter verfeinert, um die deutsche Sprache leichter verstehbar und schreibbar zu machen. Erst wurden die Wörter voneinander durch Leerzeichen getrennt, dann die wichtigsten Informationen groß geschrieben und schließlich auch Satzzeichen eingefügt.

Die Groß- und Kleinschreibung bereitet auch vielen Muttersprachlern Probleme. Deswegen gab es immer wieder Diskussionen und Versuche, die Groß- und Kleinschreibung abzuschaffen und nur noch klein zu schreiben. Doch das setzte sich nie durch, auch wenn es inzwischen in Internet-Chats durchaus verbreitet ist, alle Regeln zu ignorieren einschließlich der Groß- und Kleinschreibung.

Doch was wird groß geschrieben?

  1. Der erste Buchstabe eines Satzes wird groß geschrieben (Satzanfang).
  2. Namen werden groß geschrieben (Namen von Personen, Namen von Städten, Ländern, Flüssen, Bergen, Eigenname zum Beispiel von Firmen). Maria, Anna, Frank, Richard, Berlin, Dresden, Deutschland, Donau, Elbe, Zugspitze, Deutsche Bahn, Montag, Mai
  3. Wörter, die einen Artikel (der, die, das) haben können, werden groß geschrieben, also Nomen/Substantive und Substantivierungen (also Verben und Adjektive, die zum Nomen geworden sind, zum Beispiel: die Schönste, das Versagen).
  4. Die höfliche Anrede in Briefen oder E-Mails (Sie, Ihnen, Ihr, Du, Dir, Dein usw.) wird groß geschrieben.
  5. Ein vollständiger Satz nach einem Doppelpunkt beginnt auch mit einem großen Buchstaben. Das gilt auch für die wörtliche Rede.
  6. In kombinierten Zeitangaben wird der zweite Teil der Zeitangabe groß geschrieben. Beispiel: heute Abend

Folgende Wortarten werden klein geschrieben:

  • Verben (z.B. tanzen, kochen),
  • Adjektive (z.B. groß, klein),
  • Partizipien (z.B. tanzend, singend),
  • Artikel (z.B. der, die, das, ein, eine),
  • Pronomen (z.B. ich, du, er, sie),
  • Adverbien (z.B. gestern, leider, sehr),
  • Präpositionen (z.B. auf, unter, wegen, trotz)