Heiraten ist eine alte Tradition. Früher wurden junge Frauen, die nicht selten kaum 16 Jahre alt waren, von ihrem Vater an einen anderen Mann zur Obhut übergeben.

Die Heirat war im Grunde ein Geschäft. Heute ist das anders. Die Frauen in Deutschland haben sich emanzipiert. Sie machen alles, was Männer auch machen.

Heute kann jeder und jede auch ganz gut alleine leben. Außerdem hat der Gesetzgeber die eheähnliche Gemeinschaft eingeführt. Damit sind Paare weitgehend gleichgestellt, egal ob sie verheiratet sind oder nicht.

Immer weniger Menschen heiraten und leben ohne Trauschein und die, die heiraten, tun es immer später. 2019 heirateten Frauen im Schnitt mit 32 Jahren, Männer im Alter von 35 Jahren.

Die Mehrheit der Menschen will jedoch auch in Deutschland weiterhin gerne heiraten. Da Deutschland inzwischen zum Vielvölkerstaat geworden ist, gibt es dabei freilich einige Unterschiede.

So feiern beispielsweise Türken und Kurden nicht teilweise in so großen Runden, dass sie für ihre Feier Messehallen anmieten.

Für andere Menschen darf es gerne auch ein kleiner Kreis sein. Wie in unserem Beispiel: Geheiratet wird in einem kleinen Schloss.

Das Paar fährt im Wagen vor. Der engste Familienkreis wartet bereits vor Ort, um die Heiratenden zu begrüßen und das besondere Ereignis gemeinsam zu feiern.

Zum Glück scheint heute die Sonne. Am blauen Himmel sind nur einige Schäfchenwolken.

Die Braut trägt ein schönes, langes, weißes Kleid. Sie hat ihre langen Haare geflochten und hochgesteckt und sieht einfach bezaubernd aus.

Der Bräutigam hat sich auch in Schale geworfen. Normalerweise trägt dieser junge Mann keine Abzüge, aber heute trägt er Designerware und sieht blendend aus.

Die Standesbeamtin nimmt die Trauung vor.

Das junge Paar unterschreibt die Eheurkunde und tauscht die Ringe.