In der deutschen Sprache gibt es verschiedene Satzzeichen. Satzzeichen dienen dazu, den Satz zu strukturieren, so dass er besser zu verstehen ist. So stehen Punkt, Ausrufezeichen und Fragezeichen am Ende entsprechender Sätze. Das häufigste Satzzeichen im Satz ist das Komma. Wo man beim Sprechen eine kurze Pause macht, steht beim Schreiben meist ein Komma. Wer also nicht weiß, wo ein Komma stehen muss, sollte beim Sprechen darauf achten, wo eine kurze Pause ist. Unabhängig davon gibt es klare Regeln, wohin ein Komma kommt.

  1. Kommas setzt man bei Aufzählungen. Zum Beispiel: Thomas, Sarah und Nadja gehen ins Kino.
  2. Kommas stehen zwischen zwei Prädikaten. Beispiel: Er sagte (1. Prädikat), dass er arbeiten muss (2. Prädikat).
  3. Kommas trennen eingeschobene Satzteile (Appositionen) vom übrigen Satz. Zum Beispiel: Der Hund, der dem Nachbar gehört, bellt manchmal die ganze Nacht.
  4. Kommas trennen Ausrufe. Beispiel: Oh, du siehst aber schön aus.
  5. Kommas folgen nach der Anrede. Beispiel: Sehr geehrte Frau Weber, wie ich Ihnen bereits schrieb, …
  6. Der erweiterte Infinitiv mit zu kann durch ein Komma getrennt werden. Beispiel: Viele Kinder der Welt haben nicht die Gelegenheit(,) eine Schule zu besuchen.
    Die Kann-Regel wird allerdings zur Muss-Regel, wenn der Infinitiv mit zu durch um, ohne, statt, anstatt, außer und als eingeleitet wird.
  7. Ein Komma kann in Partizipialsätzen gesetzt werden. Beispiel: Laut schreiend(,) lief sie davon.
  8. Kommas trennen den Hauptsatz (die Hauptsache) vom Nebensatz (die Nebensache). Beispiel: Ich komme morgen mit ins Theater, wenn du heute mit zum Fußball kommst.