Über Deutschkanal
"Einmal Deutsch für alle" ist das Motto des privaten Internetprojekts "Deutschkanal". Eingeladen sind alle, die sich für die deutsche Sprache interessieren, egal was welchem Land sie kommen und welche Sprache sie sprechen. Der Deutschkanal thematisiert die deutsche Sprache, Kultur und Geschichte und interessiert sich für Etymologie, Grammatik, Orthographie und Phonetik. Die Seite erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern versteht sich als ein Open-End-Projekt.
Beim Lernen von Fremdsprachen hat jeder Mensch seine eigenen Vorlieben und Strategien. Jeder Mensch hat einen anderen Kanal, auf dem er Informationen empfangen und verarbeiten kann. Es gibt bereits zahlreiche Internetseiten über die deutsche Sprache. Jeder Trainer oder Lehrer, jede Sprachschule und jedes Institut hat dabei eigene Konzepte und Ideen, wie die Sprache am besten zu vermitteln ist. Deutschkanal gesellt sich zu ihnen.
Wenn Sie Fragen, Ideen und Verbesserungsvorschläge haben oder den Deutschkanal in irgendeiner Form unterstützen wollen, dann klicken Sie sich bitte auf die Kontaktseite.
Grundsätze von deutschkanal.de
"Deutschkanal" ist eine private Initiative, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Die Seite ist ein nicht kommerzielles Angebot und befindet sich im ständigen Aufbau. Deutschkanal lehnt das Gendern ohne Wenn und Aber ab: Der Gebrauch von Sternchen oder Doppelpunkten mitten in einem Wort erschwert die Kommunikation und macht Deutsch insbesondere für Ausländer und Menschen mit LRS (Lese-Rechtschreib-Schwäche) noch komplizierter. Deutschkanal orientiert sich an der neuen deutschen Rechtschreibung, obgleich die Rechtschreibreform der 1990er Jahre die deutsche Sprache teilweise in fragwürdiger Weise verändert. Zum Beispiel hat man den wunderschönen deutschen Buchstaben "ß" (ess-zett) aus vielen Wörtern verdrängt und Wörter teilweise so verändert, dass die etymologische Herleitung komplizierter geworden ist.
Wer steckt hinter Deutschkanal?
Der Kopf hinter „Deutschkanal“ ist Muttersprachler, Journalist, Lehrkraft und DaF-Trainer. Seine Leidenschaft gilt der Sprach- und Geschichtsforschung, der Kommunikation und dem Umgang mit Wort und Bild. Er sagt: "Ich liebe Sprachen, erforsche die Herkunft der Wörter und suche nach dem, was die Menschen in dieser Welt verbindet. Meine ersten Texte schrieb ich im Alter von acht Jahren. Ich war 1978 das jüngste Mitglied der Arbeitsgemeinschaft 'Zirkel schreibender Schüler' in Halle-Neustadt. Die Leuna-Werke Walter Ulbricht (größte Chemiefabrik der DDR) boten in dieser AG Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit, ihre Sprache künstlerisch zu entwickeln. Ich schrieb vor allem Gedichte. Damals stand ich mit der deutschen Sprache noch auf Kriegsfuß, wie ich an meinen zahlreichen Fehlern in Schulheften jener Zeit sehen kann. Rechtschreibung und Grammatik fielen mir schwer. Auch meine rastlosen Gedanken zu sortieren und in verständliche Sätze zu fassen, war eine Herausforderung für mich. Selbst meine Klassenlehrerin verzweifelte an meinen Schachtelsätzen und kam an ihre Grenzen, vor allem bei der Kommasetzung."
"In Grammatik hatte ich anfangs die Note 3. Das lag unter anderem an den vielen Fachbegriffen, die ich nicht verstand. Plusquamperfekt – was sollte das sein? Präsens, Präteritum, Infinitiv, Konjunktiv, Instrumental, Superlativ. Es nahm einfach kein Ende. Hinzu kamen viele weitere Fremdwörter in der deutschen Sprache wie Gentleman (Tschendelmän) oder Rendezvous (Rangdewu), die ich, zur Belustigung meiner Mitschüler, nicht richtig lesen konnte. Doch ich verbesserte mich schrittweise, weil ich viel las und sprach und schrieb, wo immer ich war. So schrieb und illustrierte ich zahlreiche Zeitungen und entwickelte Kreuzworträtsel. Meine ersten Leser waren meine Eltern. Ab der 6. Klasse war ich Agitator und Wandzeitungsredakteur, setzte mich also mit aktuellen politischen Themen auseinander und referierte darüber vor der Klasse. Als Wandzeitungsredakteur schrieb ich in meinen regelmäßigen Artikeln mehr als die sonst in der DDR üblichen Lobeshymnen, ohne mich jedoch als Gegner meiner Heimat zu verstehen."
"In der 10. Klasse hatte ich in Deutsch eine 1 und konnte in der Prüfung mit meinen Ausführungen zum Gedicht 'Deutschland ein Wintermärchen' von Heinrich Heine überzeugen. Beim Abitur suchte ich mir das Wahlpflichtfach 'Weltliteratur' aus und hatte so erneut viel mit der deutschen Sprache zu tun. Nebenbei schrieb ich immer wieder Gedichte, Berichte und Geschichten. Während meines Studiums der Verfahrenstechnik in Merseburg war ich Verfasser und Herausgeber der Studentenzeitung 'Blacky'. In Halle lieferte ich 1994 meine ersten Zeitungstexte bei der Lokalzeitung 'Mitteldeutschen Zeitung' ab und studierte Politikwissenschaft. Ich hatte also erneut viel zu lesen und zu schreiben. Von 1999 bis 2015 arbeitete ich als festangestellter Redakteur bei der Lokalpresse."
Der Autor dieses Internetangebots steuerte ab 2015 schrittweise beruflich um. "Das Internet veränderte die Medienlandschaft dramatisch und freier Journalismus geriet immer mehr in Bedrängnis. Es zeichnete sich ab, dass ich beruflich umsteuern müsste. Nur, wohin? Ich suchte nach Alternativen, wie ich meine Berufserfahrungen verwenden könnte. Es vergingen einige Jahre, bis ich im Lehrerberuf eine neue Heimat fand. Beim Umstieg halfen mir das Zertifikat als DaF-Trainer und die Ausbilderberechtigung (AEVO)."
"Seit 2019 arbeite ich als Lehrkraft und habe mit benachteiligten Jugendlichen zu tun. Ich betreute sie bei der Vorbereitung auf die Berufsausbildung. Dabei habe ich festgestellt: Deutsch ist nicht nur für Einwanderer, sondern auch für viele Deutsche eine Herausforderung. Auch ich mache bis heute immer wieder Fehler und lerne ständig hinzu. Seit 2024 unterrichte ich zusätzlich Studienkollegiaten aus aller Herren Länder. Die Kommunikation auf hohem Niveau empfinde ich als besondere Bereicherung."
"Das Unterrichten, Erklären, Lernen und Verstehen der deutschen Sprache begleitet mich schon seit 1987, auch privat. Das ergab sich durch meine Brieffreundschaften und Kontakte nach Litauen, Russland, Japan, Frankreich und Lateinamerika. Während meines Studiums lernte ich viele Menschen aus anderen Ländern kennen und reiste viel. Auch für meine Frau ist Deutsch eine Fremdsprache. Sie fragt unendlich viel und ihr Beispiel zeigt mir jeden Tag, welche Schwierigkeiten es gibt, und fördert so mein intensives Nachdenken über die Frage, wie diese Hindernisse zu überwinden sind. Ich lerne jeden Tag, meine Sprache immer besser zu verstehen und ihre etymologischen Wurzeln zu erforschen."
"Das Projekt 'Deutschkanal' entstand 2019. Klar, es gab es zu diesem Zeitpunkt bereits viele andere Angebote, Deutsch zu lernen. Doch ich habe meine eigenen Ideen und Konzepte und möchte damit die Welt des Sprachstudiums bereichern."
Letzte Aktualisierung: 21.4.2026