Über Deutschkanal

Deutschkanal ist eine Seite für Freunde der deutschen Sprache und Kultur, zum Lernen und Kommunizieren. Es ist ein Projekt, das nie abgeschlossen ist und ständig weiter wächst.

Deutschkanal ist ein Angebot für Mensch in aller Welt, Deutsch zu lernen und ihr Deutsch zu verbessern. Deutschkanal möchte zeigen, wie reich die deutsche Sprache ist und seinen Besuchern dabei helfen, die Sprache wirklich zu verstehen. Deutschkanal möchte die Bedeutung der Wörter beleuchten und zeigen, welche Idee sich hinter der Sprache verbirgt. Es geht darum, nicht einfach irgendetwas zu repitieren, sondern in den Kern des deutschen Weltverständnisses einzudringen.

Beim Lernen von Fremdsprachen hat jeder Mensch seine eigenen Vorlieben und Strategien. Jeder Mensch hat einen anderen Kanal, auf dem er Informationen empfangen und verarbeiten kann. Es gibt bereits zahlreiche Internet-Seiten über die deutsche Sprache. Jeder Trainer oder Lehrer, jede Sprachschule und jedes Institut hat dabei eigene Konzepte und Ideen, wie die Sprache am besten zu vermitteln ist. Deutschkanal gesellt sich zu ihnen.

Haben Sie Fragen, Ideen und Verbesserungsvorschläge oder wollen Sie Deutschkanal unterstützen oder kooperieren, dann verwenden Sie bitte das Kontakt-Formular.

Wer steckt hinter Deutschkanal?

Der Erfinder und Entwickler von „Deutschkanal“ ist Martin Schramme; DaF-Trainer, Sprach- und Geschichtsforscher, Wort- und Bildkünstler. Hier stellt er sich vor: Ich liebe Sprachen, erforsche die Herkunft der Wörter und suche nach dem, was die Menschen in dieser Welt verbindet. Meine ersten Texte schrieb ich mit acht Jahren. Ich war das jüngste Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Zirkel schreibender Schüler“ in Halle-Neustadt. Die Leuna-Werke – größte Chemiefabrik der DDR – boten hier Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit, ihre Sprache künstlerisch zu entwickeln. Ich schrieb vor allem Gedichte. Damals stand ich mit der deutschen Sprache noch auf Kriegsfuß, wie ich an meinen zahlreichen Fehlern in Schulheften jener Zeit sehen kann. Rechtschreibung und Grammatik fielen mir schwer. Auch meine rastlosen Gedanken zu sortieren und in verständliche Sätze zu fassen, war eine Herausforderung für mich. Selbst meine Klassenlehrerin verzweifelte an meinen Schachtelsätzen und kam an ihre Grenzen bei der Kommasetzung in meinem Kauderwelsch.

In Grammatik hatte ich zeitweise die Note 3. Das lag unter anderem an den vielen Fachbegriffen, die ich nicht verstand. Plusquamperfekt – was sollte das sein? Präsens, Präteritum, Imperativ, Konjunktiv, Instrumental, Superlativ. Es nahm einfach kein Ende. Hinzu kamen die vielen Fremdwörter in der deutschen Sprache wie Gentleman (Tschendelmän) oder Rendezvous (Rangdewu). Doch ich verbesserte mich schrittweise, weil ich viel las und sprach und vor allem schrieb, wo immer ich war. So schrieb und illustrierte ich zahlreiche Zeitungen und entwickelte Kreuzworträtsel. Meine ersten Leser waren meine Eltern. Ab der 6. Klasse war ich Agitator, setzte mich also mit aktuellen politischen Themen auseinander und referierte darüber vor der Klasse. Später wurde ich zudem Wandzeitungsredakteur und schrieb in meine regelmäßigen Artikel mehr als die sonst in der DDR üblichen Lobeshymnen.

In der 10. Klasse hatte ich in Deutsch eine 1 und konnte in der Prüfung mit meinen Ausführungen zum Gedicht „Deutschland ein Wintermärchen“ von Heinrich Heine überzeugen. Beim Abitur suchte ich mir das Wahlpflichtfach „Weltliteratur“ aus und hatte so erneut viel mit der deutschen Sprache zu tun. Nebenbei schrieb ich immer wieder Gedichte, Berichte und Geschichten. Während meines Studiums der Verfahrenstechnik in Merseburg war ich Verfasser und Herausgeber der Studentenzeitung „Blacky“. In Halle lieferte ich 1994 meine ersten Zeitungstexte bei der „Mitteldeutschen Zeitung“ ab und studierte Politikwissenschaft. Ich hatte also erneut viel zu lesen und zu schreiben. Von 1999 bis 2015 arbeitete ich regelmäßig als Zeitungsredakteur.

Das Internet veränderte die Medienlandschaft dramatisch. Es zeichnete sich ab, dass ich beruflich umsteuert müsste. Nur, wohin? Ich suchte nach Alternativen, wie ich meine Berufserfahrungen verwenden könnte. Es vergingen einige Jahre, bis ich meine neue berufliche Heimat fand: Lehrer. Beim Umstieg halfen mir das Zertifikat als DaF-Trainer und die Ausbilderberechtigung (AEVO).

Seit 2019 arbeite ich als Stützlehrer und habe mit benachteiligten Jugendlichen zu tun. Ich betreute sie in der Berufsausbildung vom Anlagenmechaniker bis zum Zerspanungsmechaniker. Dabei habe ich festgestellt: Deutsch ist nicht nur für Einwanderer, sondern offenbar auch für etliche Deutsche eine mehr oder weniger schwere Fremdsprache. Auch ich mache bis heute immer wieder Fehler und lerne ständig etwas hinzu.

Das Unterrichten, Erklären, Lernen und Verstehen der deutschen Sprache begleitet mich indes schon seit 1987 auch privat. Das ergab sich durch meine Brieffreundschaften und Kontakte nach Litauen, Russland, Japan, Frankreich und Lateinamerika. Auch für meine Frau ist Deutsch eine Fremdsprache. Sie fragt unendlich viel und ihr Beispiel zeigt mir jeden Tag, welche Schwierigkeiten es gibt und welche Wege, dieser Hindernisse zu überwinden. Durch meine Frau lerne ich, meine Sprache noch besser zu verstehen.

Das Projekt „Deutschkanal“ entstand 2019. Freilich gab es da bereits zahlreiche Angebote, Deutsch zu lernen. Doch ich habe meine eigenen Ideen und Konzepte und möchte damit gerne die Gesellschaft bereichern.

letzte Aktualisierung: 14.05.2021