Satzbau

Wie ist der deutsche Satz gebaut? Wo steht das Subjekt (S), wo das Objekt (O) und wo das Verb (V)? Der deutsche Standardsatz beginnt mit dem Subjekt (Steht immer im Nominativ = Was-Fall/Wer-Fall.), es folgt das Verb (Was passiert?) und am Ende kommt das Objekt (Steht in einem der drei Fälle Genitiv, Dativ oder Akkusativ.). Merke: S-V-O. Dieser Standardsatz ist beliebig erweiterbar mit Informationen zu Ort, Zeit und so weiter.

Der Aussagesatz kann aber auch mit dem Objekt beginnen (Satzstuktur: O-V-S). Dieser Satzbau ist in der deutschen Alltagssprache sehr verbreitet.

Der Fragesatz beginnt mit dem Fragewort (FW) oder einem Verb, es folgt das Subjekt dann das Objekt. Auch im Aufforderungssatz (Imperativ) kommt das Verb zuerst. Am Anfang kann aber auch die Person stehen, der die Aufforderung gilt.

Der erweiterte Satz beginnt mit dem Hauptsatz. Es folgt der Nebensatz. Beide Satzteile sind durch ein Komma getrennt. Es ist auch möglich, mit dem Nebensatz zu beginnen. Im Nebensatz ändert das Verb seine Position. Im Hauptsatz (HS) steht das Verb an zweiter Stelle. Im Nebensatz (NS) steht das Verb an letzter Stelle.

Aussagesatz:
Das Kind spielt auf der Wiese. (S-V-O)
Auf der Wiese spielt das Kind. (O-V-S)

Fragesatz:
Was macht das Kind? (FW-V-O)
Spielt das Kind auf der Wiese? (V-S-O)

Imperativ:
Spiel auf der Wiese!
(Es ist auch möglich, mit dem Subjekt zu beginnen. Dann muss man allerdings nach dem Subjekt ein Komma setzen. Zum Beispiel: Kind, spiel auf der Wiese!)

Hauptsatz und Nebensatz:
Das Kind spielt auf der Wiese, die hinter dem Haus grünt und blüht. (Relativsatz / HS: S-V-O / NS: O-V)

letzte Aktualisierung: 16.01.2021