Ähnliche Wörter

„Deutsche Sprache, schwere Sprache“, behaupten viele. Doch dass Deutsch schwer ist, ist ein Mythos. Wie schwer Deutsch tatsächlich ist, hängt von Motivation, Fleiß und Talent der Lernenden ab und natürlich von den Lehrern und den Lehr- und Lernmethoden. Zu den Hürden der deutschen Sprache gehören Wörter, die sich in ihrer Schreibweise oder Aussprache ähneln, obwohl ihre Bedeutung ganz unterschiedlich ist.

Die vielen ähnlichen Wörter zeigen, wie wichtig die richtige Schreibweise und die richtige Betonung (Phonetik) sind. Was vielen Ausländern (aber zum Beispiel auch vielen Sachsen) schwer fällt, ist die Unterscheidung zwischen harten und weichen Lauten (P und B, T und D, K und G, S und Z). Hinzu kommen für einige Nicht-Deutsche Schwierigkeiten mit einfachen Konsonanten (a, o, u) und doppelten Konsonanten (ei, ie, au, ou, eu, ui, ee, äu, oa) sowie r und l.

Durch andere Sprachgewohnheiten haben Menschen aus bestimmten Ländern spezifische Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. Zum Beispiel können Japaner „r“ und „l“ schwer unterscheiden, Russen und Franzosen kennen kein „h“ und Araber verwechseln gerne „o“ und „u“. Bei Russen kann es Schwierigkeiten bei der phonetischen Unterscheidung von „a“ und „o“ geben sowie bei kurzen und langen Vokalen geben. Hinzu kommt, dass etliche asiatische Sprachen melodischer sind als die deutsche Sprache, weswegen entsprechende Nicht-Deutsche dazu neigen, in deutsche Wörter immer da Vokale einzufügen, wo sich viele Konsonanten aneinanderreihen.

Schwierigkeiten bereitet auch die Groß- und Kleinschreibung. Das gilt allerdings auch für viele Deutsche. Dabei sind die Regeln relativ einfach und klar: Substantive, Namen und Eigennamen, Höflichkeitsformen und Substantivierungen werden groß geschrieben.

Es folgt eine Liste ähnlicher Wörter. Die Wörter sind alphabetisch geordnet. Die lange Liste an ähnlichen Wörtern zeigt, warum Groß- und Kleinschreibung, die Unterscheidung von einfachen und doppelten Konsonanten, das richtige Verstehen der Vokale, das Schreiben von Umlauten und die Kenntnis der richtigen Betonung (Phonetik) so wichtig sind. Manchmal hilft allerdings auch das nicht. Dann bleibt nichts weiter übrig, als Wörter und ihre Bedeutungen auswendig zu lernen. Nach der Liste folgt ein zweite Liste mit Homonymen. Homonyme sind Wörter, die verschiedene Bedeutungen haben.

Aal (schlangenartiger Fisch) – All (Kosmos, Weltall)
abbauen (demontieren) - abhauen (wegrennen)
acht (die Zahl "8") - Acht (Achtung, Aufmerksamkeit, Acht geben)
achten (respektieren) - ächten (moralisch verurteilen, anprangern, verdammen)
adaptieren (anpassen) - adoptieren (ein sozial benachteiligtes Kind in die Pflegeelternschaft aufnehmen)
additiv (hinzufügend, addierend) - Additiv (Fachwort für "Zusatz")
alle (die vollständige Anzahl Leute) - Aale (Fische, die wie Schlangen aussehen)
Aas – aß (Vergangenheit von "essen")
abhacken (mit Messer, Akt oder Beil abtrennen) – abhaken (eine Aufgabe/ein Vorhaben als erledigt markieren)
ausdrucken (ein Dokument vom Computer auf Papier printen) - ausdrücken (etwas formulieren, etwas konkret sagen)
babbeln (sprechen) – Pappeln (die Pappel = eine Laubbaumart)
Bäche (kleine Flüsse) – Bache (weibliches Wildschwein)
backe (Imperativ von "backen") – Backe (Teil des Gesichts)
Backe (Teil des Gesichts) – Bake (Seezeichen für Schiffe)
backen (Einen Kuchen backen.) – packen (Ein Paket packen.)
Bad (Waschraum) – bat (Präteritum von bitten)
Beeren (kleine Früchte) – Bären (ein Säugetier)
Beet – Bett (Schlafplatz)
Beet (ein kleines Feld im Garten) – Bete (ein Gemüse)
begleiten (assistieren) – bekleiden (sich anziehen)
besetzen (okkupieren) - besitzen (etwas haben, Eigentum)
beten – (sich) betten
bieten (Der Verkäufer bietet seine Ware an.) – bitten (Der Käufer bittet um einen Rabatt.)
bis – Biss
Blatt (Teil des Baumes) – platt
Blei (weiches Metall) – Brei (Mus)
Block (großes Haus, Quader, Schreibmaterial) - Blog (private Internetseite)
Blusen (Frauenhemden) - Busen (Brust der Frau)
Bodden (Meeresbucht) - Botten (Schuhe)
Boden (Grund, Erde) – Bodden (flache, unregelmäßig geformte Bucht mit einer schmalen Öffnung zum Meer)
Borte (Band aus Stoff oder Fliesen) - Borde (Plural von "Bord", Bord = Bücherbrett, Regal, Stein zwischen Fahrbahn und Fußweg)
Bote (Überbringer einer Nachricht/der Post) – Boote (kleine Schiffe)
Boten (Überbringer einer Nachricht) – Botten (Stiefel, große, klobige Schuhe)
Brei (Püree) – Brie (ein französischer Käse)
breit - bereit (fertig)
Brise (leichter Wind) – Prise (kleine Menge zum Beispiel Salz)
Bug (Front eines Schiffes) – buk (Vergangenheit von backen)
Burger (Fastfood) – Bürger (Bewohner eines Landes)
Bürste (Werkzeug für die trockene Haarpflege) - Büste (plastische Darstellung von Kopf und Oberkörper einer Person)
Busse (Plural von "Bus") - Buße (Abbitte)
Butte (Holzgefäß, Kiepe) - Putte (in der Architektur kleines, nacktes Kind)
Butter (Milchprodukt) - Putter (Schläger beim Golfspielen zum Einlochen)
Code – Kot (Betonung gleich, Schreibung unterschiedlich)
Dach (Kopf eines Hauses) – doch
Dan (Meistergrad beim Kampfsport Judo) – dann
das (Artikel, zum Beispiel: das Kind) – dass
Deich (Wall, ein Bauwerk für den Hochwasserschutz) – Teich (kleiner See)
Dorf (kleiner Wohnort) – Torf ()
Dose (kleiner Metallbehälter) – Dosse (Name eines Flusses in Brandenburg)
Dosen (Metallbehälter) – tosen (Klang, wenn viel Wasser von einem Felsen herunterfällt)
Dreck (Schmutz) – Treck (Gruppe flüchtender Menschen)
drucken (Tinte oder Farbe auf Papier pressen) - drücken (1. fest umarmen: seine Mutter liebevoll drücken, 2. betätigen: den Klingelknopf drücken)
Dürre (extreme Trockenheit) - Dürer (Albrecht Dürer = ein deutscher Maler)
Dusche (Brausebad) - Tusche (Tinte, flüssige Schreibfarbe)
Dusel (unerwartetes Glück in einer Bedrohungslage) – Dussel (Dummkopf)
Eltern - Älteren (junge Menschen, die höhere Schulklassen besuchen oder schon erwachsen sind)
Enkel (das Kind des Kindes) - Engel (göttliche Wesen mit Flügeln)
erfühlen (erspüren, ertasten) – erfüllen (den Plan erfüllen)
erneut (nochmal, wieder) - erneuert (neu gemacht) ernst (seriös, streng) – Ernst (Seriösität, männlicher Vorname)
Fäden (Nähmaterial, Bestandteil von Textilien) - Fehden (böse Streitereien)
fahl (blass) – Fall (Kausus, Causa) – Pfahl (Holzstab mit einer Spitze)
fallen (stürzen, hinfallen, hinunterfallen) – fällen (einen Baum fällen/umhacken/absägen)
Farm (landwirtschaftlicher Betrieb) - Farn (Pflanze mit gefingerten Blättern und Sporen)
Fass (Behälter aus Holz oder Metall für Butter, Fische, Bier) - fass (Imperativ von "fassen")
fast (beinahe) – fasst (3. Person von "fassen")
Fell (Kleid der Tiere) – Fehl (ohne Fehl und Tadel = ohne Fehler und Beschwerden)
Fehde (Streit) - Fete (Feier, Party)
fehlen (nicht am Platz sein) – fällen (einen Baum fällen; an einem Baum hacken und sägen, bis er umkippt)
fehlt (von "fehlen") – Feld (Acker, Areal)
Feile (ein Werkzeug) – Pfeile (Geschoss)
fest (solide) – Fest (Feier)
Fiber (Faser, ein Material) – Fieber (Hitze, wenn man krank ist)
fiel (Präteritum von "fallen") - viel (eine Menge)
Fische (Tiere, die im Wasser leben) - Frische (frisches Obst und Gemüse, frische Luft)
Fluch (Unheil bringender Spruch, mysteriöses Unheil) - Flucht (Migration, das plötzliche, schnelle Verlassen eines Ortes wegen Krieg und anderen Katastrophen)
Flug (Bewegung in der Luft) – Pflug (Gerät, um ein Feld umzugraben)
Förderung (1. Unterstützung, 2. Abbau von Rohstoffen wie Kohle oder Erdöl) - Forderung (politischer oder wirtschaftlicher Anspruch)
fort (weg, verschwunden) – Fort (Befestigungsanlage, Burg aus Holz)
fühlen (spüren, körperlich wahrnehmen) – füllen (hineingeben)
Friedenstat (eine Tat für den Frieden) - Friedensstaat (ein Staat des Friedens)
Frisur (Haare) - Fissur (Riss in einem Knochen)
Frucht (Obst) – Furcht (Angst)
füttern (Tieren etwas zu Essen geben, Futter geben) - futtern (etwas essen, umgangssprachlich)
galt (Präteritum von „gelten“) – kalt
Gans (Geflügel, Haustier) – ganz (komplett)
Gärung (alkoholische Gärung) - Gehrung (Eckverbindung zweier im Winkel aufeinanderstoßender Werkteile)
Gase (Stoffe mit hohem Teilchenabstand) – Gasse (kleine Straße)
Gasse (kleine Straße) - Kasse (Ort, wo die Käufer ihre Waren bezahlen)
Gebäck (Backwaren) - Gepäck (was man im Koffer auf eine Reise mitnimmt)
Gelb (Farbe der Sonne) – Geld (Zahlungsmittel, Münzen und Scheine)
Gericht – Gerücht (Hörensagen)
Genus (Geschlecht, Art, Gattung; auf "e" betonen) - Genuss (etwas genießen; auf dem kurzen "u" betonen)
geradeaus (nicht rechts, nicht links, sondern geradeaus) – gerade aus (gerade verbraucht, gerade abgeschaltet)
gern – Kern (Zentrum)
Gewebe (Textil) – Gewerbe (Business)
gießen (Blumen Wasser geben) – Gießen (der Name einer deutscher Stadt)
Glas (ein Baustoff) – Gras (Pflanze)
gönnen - können
Gose (ein Bier) – Gosse (Abwasserrinne)
Gote (Ostgermane) - Kote (1. altes Haus, 2. Höhenpunkt)
Gram (Kummer) - Gramm (Gewichtseinheit)
Gräte (ein Knochen in einem Fisch) > Geräte (Plural von "Gerät", Gerät = ein Apparat)
Gras – krass (extrem)
Greis (alter Mann) – Kreis (runde geometrische Figur)
Griechen (Südeuropäer) - Kriechen (Art der Fortbewegung)
Gros (die Mehrheit von etwas) – groß (Gegenteil von "klein")
Gruppe (Vereinigung von Menschen) – Grube (großes Loch)
Gruß (von "grüßen") - Grus (zerbröckeltes Gestein)
Gurt – Kurt (männlicher Name)
Guss (von "gießen") – Kuss (von "küssen")
gut (ausgezeichnet) - Gut (Eigentum auf dem Lande)
Hacken (Plural eines landwirtschaftlichen Geräts) – Haken (Kleiderhaken)
hacken (die Erde mit einer Hacke auflockern) - haken (Es hakt. = Es funktioniert nicht so richtig.)
Hafer (ein Getreide für Müsli und Haustiere) - Hafen (Ankerplatz für Schiffe)
halten – hallten (Vergangenheit von "hallen", hallen = ein Echo machen)
Handel (Kaufen und Verkaufen) – Hantel (ein Sportgerät für die Arme)
Harfe (ein Instrument) - Hafer (eine Getreideart)
heißen – heizen (mit Strom, Holz, Kohle, Öl oder Gas Wärme erzeugen)
hexen (zaubern) – häkseln (zerkleinern)
Höhle (Loch in einem Berg, unterirdischer Gang) - Hölle (Gegenteil von Himmel, Arbeitsplatz des Teufels)
hol (Imperativ von "holen") - hohl (leer)
Hund (Haustier, tierischer Wächter) – Hunt (Wagen im Bergwerk, in der Mine)
hupen (Warnlaut mit dem Fahrzeug abgeben) - huppen (hüpfen, springen)
Hüte (Kopfbedeckung, Plural) - Hütte (Holzhaus, kleines Haus, Haus in den Bergen)
hüten (aufpassen) - Hütten (Holzhäuser)
Ire (Mensch aus Irland) – ihre (Possessivpronomen von "ihr")
Ire - Irre (Orientierungsverlust, Ziellosigkeit)
ist (3. Person von "sein") – isst (3. Person von "essen")
Kader (Personal, Elite, Team, verfügbare Fachleute) - Kater (1. männliche Katze, 2. Kopfschmerzen nach zu viel Alkohol)
Kahn (Boot) - kann (Ich-Form des Verbs "können")
Kamel, Kamele (Wüstentier) - Kamelle (Süßigkeiten, Bonbons)
kapieren (tatsächlich verstehen) – kopieren (nachahmen, duplizieren)
Kardätsche (feine Bürste zur Pferde-Pflege) - Kartätsche (1. mit Bleikugeln gefülltes Artilleriegeschoss - Militär, 2. Werkzeug zum Verreiben von Putz - Bauwesen)
Kasse (Wo man bezahlt im Supermarkt.) - Gasse (schmale Straße)
kaufen (Waren bezahlen) - kauen (Nahrung im Mund bewegen)
kennen (von etwas schon einmal gehört haben) – können (etwas beherrschen)
kippen (Verb: umfallen) - Kippen (umgangssprachlich: Plural für Zigaretten)
kippen (umfallen, sich neigen, aus dem Gleichgewicht kommen) - kippeln (mit dem Stuhl schaukeln)
Klamm (ein tiefes Tal mit Steilhängen) – klamm (knapp bei Kasse sein, wenig Geld haben)
kleiden (sich anziehen) – gleiten (fast schwebend über Eis oder Wasser fahren)
knacken (gewaltsam aufbrechen) - klacken (Geräusch von Handschellen)
kochen (Lebensmittel in Wasser erwärmen) – Kuchen (Gebäck)
Komma (Satzzeichen) - Koma (tiefe Bewusstlosigkeit)
können - gönnen
Konto (Bankkonto, Gelddepot, Guthaben) - Kontor (Filiale)
Koralle (Nesseltier im Meer) vs Kralle (gebogene Nägel bei Tieren, um Beute festzuhalten)
krähen (Wenn der Hahn ruft: Kikeriki!) - Krähen (schwarze Vögel)
Kralle (gebogener Nagel eines Raubtiers) - Krale (afrikanische Runddörfer)
Kuchen (Backwerk, Gebäck) – Küchen (Plural von "Küche", Zimmer zum Kochen und Backen)
Kunst (Malerei, Bildhauerei, Schauspielerei usw.) - Gunst (Wohlwollen)
Kunst - Knust (der Tausch von "n" und "u" verändert das Wort "Kunst" zu "Knust", das Randstück eines Brotes)
kuren (eine Kur machen) - küren (auszeichnen)
Lage (Situation) vs Lake (Salzlösung)
lahm (langsam, schwach) - Lamm (Kind vom Schaf)
Laib (Brot) – Leib (Bauch)
Last (Gewicht) – lasst (Imperativ von "lassen")
las (Präteritum von "lesen") – Los (Schicksal, Teilnahmeschein bei der Lotterie)
lauf (Imperativ von "laufen") – Lauf (Rennen)
Laut (Ton) – Lauf (Gefahr, die letzten Buchstaben „t“ und „f“ zu verwechseln!)
läute (Imperativ von "läuten") – Leute (Menschen)
Leib (Bauch) – Leid (Elend)
Leichen (Tote) – laichen (Wenn ein Fisch Eier legt.)
Leid (Pein) – Lied (Song)
Leere (Nichts) – Lehre (Berufsausbildung)
leeren (den Mülleiner leeren) – lehren (unterrichten)
Lehm (wasserundurchlässige Erde) – Lem (Stanislav Lem, polnischer Schriftsteller)
leiden – leiten (führen)
leider – Leiter
Leine (Strick, Seil) - Leinen (1. Plural von "Leine", aber auch 2. Textilfaser aus Flachs)
leiten (1. führen, 2. Strom "leiten") – teilen (Achtung: Das kleine „l“ und das kleine „t“ sehen für Nichtmuttersprachler ähnlich aus. Beim Lesen können sie die Buchstaben vertauschen und schon ändert sich auch die Bedeutung.)
Leitung (1. Führung, 2. Stromkabel) - Leistung (Performance)
Lerche (ein Vogel) – Lärche (ein Nadelbaum)
lesen (ein Buch lesen) - leasen (zum Beispiel ein Auto "mieten")
Licht (optische Strahlung, Helligkeit, Tag) – licht (hell)
Lichtung (Platz im Wald ohne Bäume) – Richtung
Lid (Teil des Auges) – Lied (Gesangsstück)
List (Tücke) – liest (3. Person von "lesen")
lochen (ein Loch in ein Blatt Papier machen) - locken
locken (jemand mit einem Vorteil anlocken) vs loggen (die Fahrtgeschwindigkeit eines Schiffes mit dem Log messen)
locken - Locken (gekräuselte Haare)
locken - lockern (lösen, lose machen, eine Schraube lockern)
Lösung (Ausweg für ein Problem) – Losung (Parole, Slogan)
lösen (ein Problem oder eine Aufgabe) – losen (in einer Lotterie den Gewinner finden)
Luchs (ein Raubtier) – Lux (physikalische Einheit für die Lichtstärke)
Lüge (Falschaussage) – Lücke
Lupe (Vergrößerungsglas) - Luppe (1. ein Nebenfluss der Saale, 2. Zwischenprodukt der Eisenverhüttung)
lustig (fröhlich) - listig (clever)
Mahd (Gras schneiden, Getreide ernten) – matt
Mal (mathematisches Rechenzeichen) – Mahl (Mahlzeit, Essen)
Mandel – Mantel (Kleidungsstück)
Mangel, der (Defizit, Fehler) - Mangel, die (Wäschemangel = Gerät zum Trocknen und Glätten von Stoffen und Kleidung)
Mann (maskuline Person) - Man (englische Insel) - man (jemand)
Marke (bekannter Produktname) – Marge (Gewinnspanne)
Masse (Menge) – Maße
Matte (Unterlage) - Mate (eine Teepflanze)
Matte – Mathe (Mathematik)
Mieder (Unterwäsche, Reizwäsche) – Mieter (Bewohner einer Wohnung)
Miete (monatliche Zahlung für eine Wohnung) – Mitte (Zentrum)
Mist (1. Tierkot mit Stroh, 2. Mist bauen, etwas Schlechtes machen) - misst (von "messen")
Model (Mensch, der Mode präsentiert) – Modell (Vorbild, Entwurf)
Moll (ein Tongeschlecht in der Musik, vergleiche Dur) - Mol (Mengenangabe in der Chemie)
Moor - Mohr (alte Bezeichnung für "schwarzer Mann")
Mus (Brei) – muss (von "müssen")
na (hey, hallo) – nah (nicht fern)
Nacharbeit (nachträglich zu leistende Arbeit) - Nachtarbeit (Arbeit in der Nacht)
Nachbar (Bewohner von nebenan) – Nachtbar (Vergnügungsbetrieb)
Nachname (Familienname) – Nachnahme (Eine Zahlungsbedingung: Der Empfänger bezahlt bei Erhalt der Waren direkt an den Lieferanten.)
Nachtisch (Kompott) vs Nachttisch (Tischlein neben dem Bett)
Nadel (Werkzeug zum Nähen) - Nudel (Pasta)
Nähe (Gegenteil von "Ferne") – nähe (Imperativ von "nähen")
nähern (näher kommen) - nähren (etwas größer oder bedeutender werden lassen)
naht (3. Person von "nahen") – nah (Gegenteil von "fern")
naht (3. Person von "nahen") – Naht (genähte Verbindungsstelle zwischen zwei Teilen)
Nase (Riechorgan, Sinnesorgan im Gesicht) – nass (sehr feucht)
Nasse (Geldverluste) – Nase (Körperteil, Sinnesorgan)
Nasse (Geldverluste) – Nässe (hohe Feuchtigkeit, viel Wasser in der Natur oder auf der Straße)
Ofen (Heizung) – offen (Gegenteil von geschlossen)
Öle – Ole (Männername)
paar (einige) – Paar (zwei Schuhe oder ein Mann und eine Frau, die in einer Partnerschaft leben)
Parkuhr (Uhr, welche die Parkzeit eines Pkw anzeigt) vs Parcours (gesprochen: Par-kur, Hindernisstrecke)
pflücken (Obst ernten) - pflügen (einen Acker / ein Feld umgraben)
Phase – Fase – Vase (Wasserbehälter für Blumen)
Pilz (Gewächs) – Pils (eine Biersorte)
Pol (1. Endpunkt der Erdachse: Nordpol und Südpol, 2. Endpunkt eines Magneten, 3. Anschlusspunkt an einer Batterie: Pluspol und Minuspol) - Poll (Umfrage, englisches Wort)
Polen (Land in Europa, Menschen aus Polen) - Pollen (Blütenstaub)
Poster (Plakat, großes Werbebild) – Pastor (Kirchenmann)
Pute (ein Vogel) – Bude (umgangssprachlich für Wohnung oder Zimmer aber auch altes Haus)
Pute (Geflügel) – Putte (besonders im Barock und Rokoko populäre Kindsfigur)
Qualen (Leiden) - Quallen (Medusen, ein geleeartiges Wassertier)
Quelle (Ursprungsort von Ressourcen) - Qualle (Medusa)
quellen (herausfließen) - quälen (1. sich übernäßig anstrengen, 2. jemanden Schmerzen zufügen)
Rachen (Mundhöhle) - Rache (Vergeltung, Revanche)
Rachen (Mundraum) – Rauchen (Konsum von Zigaretten, Zigarren oder Pfeifen)
Rad (kreisrunder Körper für Fahrzeuge) – Rat (Tipp, Hinweis)
Ränge (Sitze im Theater) – Ränke
Rasen (gepflegte, geschnittene Wiese) – rasen (schnell fahren)
Rasen (geschnittene Wiese) – Rassen (verschiedene Spezies)
Ratschlag (einen Rat geben) - Radschlag (ein Rad schlagen, Sport)
rechen (Laub zusammenkratzen) – rächen (sich böse revanchieren)
Rede (Ansprache, Vortrag) – Reede (Ankerplatz vor dem Hafen)
reichen (geben) – riechen (mit der Nase wahrnehmen)
reif (reifes Obst) – Reif
reifen (wachsen) – Reifen ()
reisen (touren) - reißen
reisen - reizen (provozieren)
Reis (asiatische ) – Reiz (Anregung für die Nerven)
Reise (Urlaubsfahrt) – Riese (großer Mensch, Märchenfigur)
Rezession (Rückgang der Konjunktur) - Rezension (Musterung, quantitative Prüfung, Bestandsaufnahme)
Riese (großer Mensch) – Risse
Robe (Kleidungsstücke) – Robbe (ein Tier)
Rügen (Insel in der Ostsee) - Rügen (Plural von "Rüge" = strenger Tadel)
Ruhm (Ehre) - Rum (Alkohol aus Zuckerrohr)
Rute (Knüppel, Stock) – Route (Reisestrecke)
Sack (Beutel, Behälter) – sag (von "sagen")
Sage (Geschichte, Legende, Erzählung) – Säge (Werkzeug)
Sägen (Schneidewerkzeuge) – Segen
Saum (Rand eines Kleidungsstücks) – Zaum (Riemenwerk zum Lenken und Führen von Pferden)
Schaden (Nachteil, Verlust) – Schatten (Gegenteil von Licht)
Schal (Halstuch für den Winter) – Schall (akustische Welle)
Schal (Kleidungsstück für den Hals) – schal (abgestanden, schlecht: zum Beispiel schales Bier, schaler Witz)
Schaf (ein Tier mit Wolle) – scharf (Eigenschaft einer gefährlichen Kante, schneidend)
scheiden (räumlich trennen, separieren) - schneiden (mit Messer oder Schere teilen oder trennen)
Schere (Werkzeug zum Schneiden) – Schäre (kleine Felseninsel aus der Eiszeit)
schießen (Munition abfeuern) - schließen (zumachen, Gegenteil von "öffnen") Schlaf (schlaf) – schlaff
schlingen (schnell essen ohne Kauen) - schlingern (wenn ein Fahrzeug immer wieder die Gerade verlässt)
schloss (Präteritum von schließen) – Schloss
schloss (Vergangenheit von "schließen") - schoss (Vergangenheit von "schießen")
Schloss (Haus Adliger) - Schluss (Ende)
Schlüssel – Schüssel
schoss (Präteritum von schießen) – Schoß
Schote (eine Fruchtform) - Schotte (Bewohner Schottlands)
Schranke (Schlagbaum) – Schränke (der Schrank, die Schränke, Möbelstück)
Schrott (Altmetall) - Schrot (Munition aus Metallkügelchen bei der Jagd)
Schuppen (1. Holzhaus für landwirtschaftliche Güter, 2. Hautplättchen) – schuppen (1. schubsen, 2. Hautschuppen bilden)
schuppen (Schuppen verlieren) – schrubben (intensiv putzen/reinigen)
schützen - stützen (sprich: "schtützen")
Sechs (eine Zahl) – Sex
selig (glücklich) - seelisch (die Seele/Pysche betreffend)
See (Gewässer) - Zeh (Teil des Fußes)
Seen (Gewässer, Plural von See) – sehen
seicht (zum Beispiel: seichtes Wasser = niedriges Wasser) – siecht (jemand leidet, ist todsterbenskrank)
Seide (ein Gewebe) – Saite (Teil eines Musikinstruments) – Seite (Teil des Buches)
Seidenstraße (chinesischer Handelsweg) - Seitenstraße (Nebenstraße)
Seil (Tau, dicker Strick) – Siel (Teil eines Deiches am Meer)
seit – seid (Imperativ von sein)
seit – Zeit
Selen (chemisches Element) – Seelen (Plural von Seele)
Siege (siege) – Ziege (Haustier)
sie (3. Person, weiblich) – sieh (Imperativ von sehen)
sieben (festes Material durch ein Sieb bringen) – Sieben (die Zahl "7")
siezen (jemand mit "Sie" anreden) – sitzen (auf dem Stuhl sitzen)
singen – sinken
Socken (Bekleidung für die Füße) – zocken (Computerspiele spielen)
Sog – zog (Präteritum von "ziehen"
Sole (Salzlösung) – Sohle (Teil eines Schuhs)
Soll – Zoll
sollen – zollen
sollen – Sohlen (womit der Fuß den Boden berührt; Teile der Schuhe)
spanen (Späne abheben, zum Beispiel von Holz) – spannen (dehnen, stretchen)
sparte (Vergangenheit von "sparen") – Sparte (Kleingarten-Sparte, bestimmter Themenbereich)
Speiche (Teil am Rad des Fahrrads) – Speicher (Haus für Vorräte) – Speichel (Spucke, Flüssigkeit im Mund)
Spind (Schrank in Fabriken und Büros) - Spindel (Stab zum Aufwickeln von Fäden oder Welle zum Übertragen einer Drehbewegung)
Sport (Körperkultur, Körperertüchtigung) – Spott (Hohn)
spuken (als Gespenst andere Menschen erschrecken) – spucken (Speichel aus dem Mund schleudern)
Staaten (Länder) – starten (beginnen, losgehen, losrennen)
Staat (Land) – Stadt (Wohnort mit mehr als 10.000 Menschen)
Stadt (großer Ort) – statt
Stahl (Metall) – Stall (Haus für Tiere)
stak (von "stecken") – stark (kraftvoll)
stammen (aus Deutschland stammen) - stammeln (unsicher sprechen)
Star (Frühlingsvogel) – starr (steif, unflexibel, unbeweglich)
Starre (Bewegungslosigkeit) - Stare (Vögel)
stehlen (klauen, stibitzen, wegnehmen) - stählen (sich stärken)
Stelle (Ort) - Stele (Säule)
stellen - stehlen (klauen, wegnehmen)
Stil – Stiel (Teil des Besens) – still (leise)
Stile (Kunstrichtungen) – Stille (Ruhe)
strafen (ahnden, sanktionieren) – straffen (ein Seil oder ein Kleidungsstück dehnen)
Strenge (Exaktheit, Striktheit, Härte) - Stränge (Plural von Strang, eine Rohrleitung, eine Schiene)
Stubben (Baumstumpf, Rest eines Baumes) – Stuben (kleine Zimmer)
Tablett (Transportmittel für die Küche) - Tablette (Medizin in kleinen Portionen)
Telefon (Fernsprechapparat) - Teflon (Kunststoff zur Beschichtung zum Beispiel von Bratpfannen)
Ton (Klang) – Tom (Männername)
Tor (Portal, große Tür) – Thor (Dummkopf)
umgezogen (jemand wohnt nun in B statt in A) – ungezogen (unhöflich, frech, böse)
Verbote (Dinge, die nicht erlaubt sind.) – Vorbote (etwas oder jemand, was/der etwas Kommendes ankündigt)
verfugen (Lücken zwischen Fliesen, Platten oder Steinen abdichten oder füllen) - verfügen (1. eine Eigenschaft besitzen; 2. anordnen, etwas bestimmen)
verreist (von "reisen") - vereist (von Eis)
die Verben – das Werben (für etwas Werbung machen)
Verkehr – verkehrt (von "verkehren")
vage – Waage (Gewichtsmesser)
Waagen (Gewichtsmesser) – Wagen
Waffe (Instrument zum Töten) – Waffel (Feingebäck)
wagen (sich trauen) – Wagen (Fahrzeug)
Wahn (Irrsinn) – wann (Fragewort nach der Zeit)
wahr (wirklich, tatsächlich) – war (Vergangenheit von "sein")
Waise (Kinder ohne Eltern) – Weise
Wal (Meeressäuger) – Wahl (Elektion)
Wal (Meeressäuger) – Wall (Erdhügel, Schutz aus Erde oder losen Steinen)
warte (Imperativ von "warten") – Warte (Perspektive, Blickwinkel, Position)
weg (fort) – Weg (Pfad)
wehren (sich körperlich verteidigen) - währen (dauern) - wären (Konjunktiv 2 Plural von sein)
wehrten (Vergangenheit von wehren) - werten
Weide (umzäunte Wiese für Haustiere) – Weite
Wein (alkoholischer Traubensaft) – Wien (Hauptstadt Österreichs)
Weise (wie etwas ist) – Wiese (natürliche Grünfläche aus Gras, Kräutern und Blumen)
wen – wenn
Wende (1. Kehre beim Schwimmen, 2. Änderung um 180 Grad) - Wände(Plural von "Wand")
wenn – wann
werde (Imperativ von "werden") – Werte
Werk (Fabrik, Produkt schöpferischer Arbeit) – Werg (Abdichtungs- und Polstermaterial)
wieder (erneut) - wider (gegen)
Wiesen (Plural von "Wiese") - Wissen (Kenntnisse)
Wust (Durcheinander) - wüst (wild)
Würde (Dignität) – würde (Konjunktiv 2 von „werden“)
zählt (3. Person von "zählen") – Zelt
zeigen – Ziegen (meckerndes Tier im Plural)
Zeile (eine Zeile Text schreiben) - Ziele (Ziele erreichen)
Zuname, die (Nachname, Familienname) – Zunahme, der (zunehmen)
Zünder (zeitverzögerndes Element zwischen Feuer und Sprengstoff) - Zunder (leicht brennbares Material)
Zutat (Teil einer Mischung, zum Beispiel beim Kochen und Backen) - Zitat (aus Reden oder Schriften anderer Menschen wörtlich wiedergegebener Gedanke)

ähnliche Wörter mit unterschiedlicher Bedeutung

Apparat vs Apparatur Apparat = ein Gerät für einen speziellen Zweck Appartur = Gesamtheit zusammenwirkender Apparate

effektiv vs effizient
Effektiv heißt, etwas richtig zu machen. Effektivität bezieht sich auf die sinnvolle Wahl der Mittel, etwas zu bewirken. Der Fokus liegt auf dem Vorgehen.
Effizient bedeutet, das Richtige zu tun. Effizienz bezieht sich auf den Kosten-Nutzen-Effekt einer Handlung. Der Fokus liegt auf dem Resultat.

Identifizierung vs Identifikation
"Identifizieren" bedeutet, die Identität von jemanden feststellen, eine Person eindeutig zuordnen. Im Wortsinne bedeutet Identität soviel wie "Übereinstimmung, Gleichheit".
"Identifikation" heißt, sich zu identifizieren mit etwas, einer Idee oder Sache zustimmen aus einer tiefen Überzeugung heraus.

rational vs rationell
Das Adjektiv "rational" wird verwendet, wenn etwas "logisch" ist.
"Rationell" bedeutet im Gegensatz dazu, ökonomisch sinnvoll zu handeln, also zum Beispiel mit Ressourcen sparsam zu sein.

reell vs real
"Reell" bedeutet so viel wie korrekt, fair oder möglich. Zum Beispiel: Das ist ein reeler Preis.
"Real" heißt wirklich, tatsächlich. Zum Beispiel: Das ist der reale Preis (also nicht 2 Euro, wie angenommen, sondern 3 Euro).

schwer vs schwierig
Das Wort "schwer" wird verwendet, wenn es um das Gewicht zum Beispiel einer Ware oder eines Fahrzeugs geht. Was schwer ist, kann man wiegen.
Das Wort "schwierig" charakterisiert eine Aufgabe zum Beispiel im Unterricht und heißt so viel wie "kompliziert".

Worte vs Wörter
Worte und Wörter sind zwei Pluralformen von "Wort", doch sie unterscheiden sich.
Viele Worte geben zusammen eine Aussage, eine Satz, einen Text. Es geht um den Inhalt.
Wenn man aber Worte zählt, es also um die Zahl und nicht den Inhalt geht, dann verwendet man "Wörter".

Begriffslegende
vs = versus = gegenübergestellt

 

letzte Aktualisierung: 30.09.2022